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Claude Code CLI & Konfiguration

Befehle, Flags und Einstellungen — alles, was du für den produktiven Alltag mit Claude Code brauchst.

Stable Aktualisiert: März 2026 Plattform: Terminal (Mac / Windows / Linux) Plan: Pro / Team
Für wen
Entwickler, die Claude Code über die Basics hinaus nutzen wollen.
Wann nutzen
Wenn du wissen willst, welche Befehle, Flags und Konfigurationsmöglichkeiten Claude Code bietet.
Wann nicht
Wenn du Claude Code zum ersten Mal startest — fang mit dem Tutorial 'Erste Website' an.

Claude Code ist ein CLI-Tool — du steuerst es komplett über das Terminal. Neben dem interaktiven Modus gibt es Flags, In-Session-Befehle und Konfigurationsdateien, die deinen Workflow deutlich produktiver machen. Dieser Guide zeigt dir alles, was du über die Basics hinaus wissen musst.

Für wen ist das?

Für Entwickler, die Claude Code bereits kennen und effizienter damit arbeiten wollen. Wenn du weißt, wie du Claude Code startest und eine Aufgabe stellst, bist du bereit für die Befehle, Flags und Einstellungen in diesem Guide.

Was lernst du?

  • Wie du Claude Code mit verschiedenen Flags startest
  • Welche In-Session-Befehle es gibt und wann du sie brauchst
  • Wie das Permission-System funktioniert und wie du es konfigurierst
  • Wie du Projekte mit settings.json und CLAUDE.md einrichtest
  • Wie du den Kontext managst, wenn er voll wird
  • Wie du Claude Code im Headless-Modus für Scripting nutzt

Wann nutzen?

  • Du willst wissen, welche CLI-Flags Claude Code bietet
  • Du willst Permissions konfigurieren, damit Claude Code nicht bei jeder Aktion fragt
  • Du arbeitest mit großen Codebases und musst den Kontext managen
  • Du willst Claude Code in Scripts oder CI/CD einbinden

Wann nicht?

Claude Code starten

Es gibt drei Wege, Claude Code zu starten — je nachdem, was du vorhast:

BefehlWas passiert
claudeStartet eine interaktive Session im aktuellen Verzeichnis
claude "Finde alle TODO-Kommentare"Startet eine Session mit einer initialen Aufgabe
claude -p "Wie viele TypeScript-Dateien gibt es?"Print Mode — beantwortet die Frage und beendet sich

Der Print Mode (-p) ist besonders nützlich für Scripting: Claude gibt die Antwort aus und beendet sich sofort, ohne auf weitere Eingaben zu warten.

Wichtige Flags

FlagFunktionBeispiel
--modelModell wählenclaude --model opus
--allowedToolsErlaubte Tools einschränkenclaude --allowedTools "Read,Grep,Glob"
--verboseDetaillierte Ausgabeclaude --verbose
-pPrint Mode (nicht-interaktiv)claude -p "Zähle die Zeilen in src/"
--output-formatAusgabeformat (text, json, stream-json)claude -p --output-format json "..."
--max-turnsMaximale Anzahl Durchläufeclaude -p --max-turns 3 "..."
HINWEIS

Die Flags --output-format und --max-turns sind besonders nützlich im Print Mode für Automatisierungen. Im interaktiven Modus brauchst du sie selten.

In-Session-Befehle

Innerhalb einer laufenden Claude Code Session stehen dir Befehle zur Verfügung, die mit / beginnen:

BefehlFunktion
/helpZeigt alle verfügbaren Befehle
/compactKomprimiert den bisherigen Kontext (spart Token)
/clearLöscht den gesamten Kontext und startet die Session neu
/costZeigt die bisher verbrauchten Token und Kosten
/modelWechselt das Modell innerhalb der Session
Shift+TabWechselt zwischen normalem Modus und Plan Mode
EscapeBricht die aktuelle Aktion ab
Quick Check

Du willst Claude Code in einer CI/CD-Pipeline nutzen, um automatisch PR-Beschreibungen zu generieren. Welchen Modus verwendest du?

Claude Code für ein Projekt konfigurieren

1

CLAUDE.md erstellen

Erstelle im Projekt-Root eine CLAUDE.md mit Tech-Stack, Build-Befehlen, Verzeichnisstruktur und Coding-Regeln. Claude Code liest sie automatisch beim Start.

2

settings.json anlegen

Erstelle .claude/settings.json im Projekt-Root. Hier definierst du Permissions, erlaubte Tools und projektspezifische Einstellungen.

Tipp Die settings.json wird ins Repository committed. Persönliche Einstellungen gehören in die globale Konfiguration unter ~/.claude/settings.json.
3

Permissions konfigurieren

Lege fest, welche Tools Claude Code ohne Rückfrage nutzen darf. Beispiel: Dateien lesen und Grep immer erlauben, Dateien schreiben nur nach Bestätigung.

4

Testen

Starte Claude Code im Projekt und stelle eine Aufgabe, die mehrere Tools nutzt. Prüfe, ob die Permissions greifen und Claude Code die CLAUDE.md korrekt liest.

Das Permission-System

Claude Code fragt bei jeder Aktion um Erlaubnis, bevor es Dateien ändert, Befehle ausführt oder Tools nutzt. Das ist sicher, kann aber bei häufigen Aktionen nerven.

Du kannst Permissions auf drei Ebenen konfigurieren:

  1. Pro Anfrage — Claude fragt, du bestätigst oder lehnst ab
  2. Pro Session — “Für diese Session erlauben” — gilt bis zum Beenden
  3. Dauerhaft — In settings.json konfiguriert, gilt immer
Verstehen Das Permission-Modell verstehen

Claude Code arbeitet mit einem abgestuften Permission-System. Lesende Aktionen (Dateien lesen, Suchen, Analyse) sind in der Regel erlaubt. Schreibende Aktionen (Dateien ändern, Befehle ausführen) erfordern Bestätigung. In der settings.json kannst du festlegen, welche Tools dauerhaft erlaubt sind. Das spart Klicks, ohne die Sicherheit aufzugeben. Faustregel: Lesetools immer erlauben, Schreibtools nur für vertrauenswürdige Projekte.

Beispiel settings.json:

{
  "permissions": {
    "allow": [
      "Read",
      "Grep",
      "Glob",
      "Bash(npm test)",
      "Bash(npm run lint)"
    ]
  }
}

Diese Konfiguration erlaubt Claude Code, Dateien zu lesen, zu suchen und npm test bzw. npm run lint auszuführen — ohne jedes Mal zu fragen.

Kontext-Management

Claude Code hat ein begrenztes Kontextfenster. Bei großen Codebases kann es passieren, dass der Kontext voll wird. So gehst du damit um:

  • /compact nutzen: Komprimiert den bisherigen Verlauf in eine Zusammenfassung. Du verlierst Details, behältst aber den roten Faden.
  • /clear bei Themenwechsel: Wenn du eine komplett neue Aufgabe startest, ist ein frischer Kontext oft besser als ein komprimierter.
  • Aufgaben aufteilen: Statt “Refactore die gesamte App” besser drei separate Sessions: Auth-Modul, API-Routes, Frontend-Komponenten.
  • CLAUDE.md nutzen: Alles, was in der CLAUDE.md steht, muss Claude nicht im Kontext behalten. Lagere wiederkehrende Informationen dorthin aus.

Headless-Modus für Scripting

Mit dem Print Mode (-p) kannst du Claude Code in Scripts und CI/CD-Pipelines einbinden:

# Einfache Frage, Textausgabe
claude -p "Gibt es Security-Probleme in src/auth.ts?"

# JSON-Ausgabe für Weiterverarbeitung
claude -p --output-format json "Liste alle exportierten Funktionen in src/utils/"

# Mit Pipe: Dateiinhalt als Input
cat error.log | claude -p "Was ist die Ursache dieses Fehlers?"

# Maximale Durchläufe begrenzen
claude -p --max-turns 5 "Finde und fixe den Bug in src/parser.ts"
HINWEIS

Im Print Mode arbeitet Claude Code nicht-interaktiv: keine Rückfragen, keine Permission-Dialoge. Stelle sicher, dass die nötigen Permissions in der settings.json konfiguriert sind.

Session-Verlauf und Fortsetzen

Claude Code speichert den Verlauf jeder Session. Das ist nützlich, wenn du eine Aufgabe unterbrechen und später fortsetzen willst:

  • claude --continue — Setzt die letzte Session fort
  • claude --resume — Zeigt eine Liste bisheriger Sessions zur Auswahl

So kannst du am Ende des Arbeitstags eine Session beenden und am nächsten Morgen genau dort weitermachen.

Gut vs. Schlecht
Claude Code in jedem Projekt ohne Konfiguration nutzen. Bei jeder Aktion 'Yes' klicken. Kontext volllaufen lassen, bis Fehler auftreten.
CLAUDE.md mit Projektinfos, settings.json mit Permissions, /compact wenn der Kontext groß wird. Gezielte Sessions statt einer endlosen.

Fünf Minuten Konfiguration am Anfang spart Stunden an Rückfragen und Fehlern. Ein gut konfiguriertes Projekt macht Claude Code sofort produktiv.

Typische Fehler

  • Keine CLAUDE.md: Ohne Projektkontext rät Claude Code bei Konventionen, Build-Befehlen und Struktur — und rät manchmal falsch.
  • Permissions nie konfigurieren: Wenn du bei jeder Aktion “Yes” klickst, ist das ineffizient. Konfiguriere dauerhafte Permissions für vertrauenswürdige Aktionen.
  • Kontext ignorieren: Wenn Antworten plötzlich schlechter werden, ist oft der Kontext voll. Nutze /compact oder starte eine neue Session.
  • Alles in einer Session: Eine einzige Session für Refactoring, Bug-Fixing und Feature-Entwicklung überfrachtet den Kontext. Teile große Aufgaben auf.
  • Print Mode ohne Permissions: Im Headless-Modus gibt es keine Rückfragen. Ohne konfigurierte Permissions scheitert Claude Code an fehlenden Berechtigungen.

Mini-Übung

Konfiguriere Claude Code für ein bestehendes Projekt:

  1. Navigiere in ein Projekt auf deinem Rechner
  2. Erstelle .claude/settings.json mit mindestens zwei erlaubten Tools:
    {
      "permissions": {
        "allow": ["Read", "Grep", "Glob"]
      }
    }
  3. Starte Claude Code und frage: “Beschreibe die Struktur dieses Projekts”
  4. Beobachte: Fragt Claude Code bei Lese-Aktionen noch nach Erlaubnis?
  5. Nutze /cost, um zu sehen, wie viel Kontext die Analyse verbraucht hat
  6. Nutze /compact und prüfe, wie sich der Kontext-Verbrauch danach verändert

Nächster Schritt

Du kennst jetzt die wichtigsten Befehle, Flags und Konfigurationsmöglichkeiten von Claude Code. Als Nächstes lernst du, wie du eine CLAUDE.md schreibst — die Datei, die Claude Code über dein Projekt informiert und den produktiven Alltag möglich macht.

Damit kannst du jetzt: Claude Code mit Flags, In-Session-Commands und Permissions konfigurieren — inkl. Headless-Modus für Automatisierung.
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