Drei Modelle, drei Stärken – wie du das richtige Modell für jede Aufgabe wählst.
Claude gibt es in drei Modellen: Haiku, Sonnet und Opus. Jedes Modell hat eigene Stärken – und die richtige Wahl hängt davon ab, was du gerade tun willst. Dieser Guide hilft dir, das passende Modell für jede Aufgabe zu finden.
Für alle, die Claude nutzen und sich fragen, ob sie das richtige Modell verwenden. Ob Chat, Desktop oder Code – die Modellwahl beeinflusst Geschwindigkeit, Qualität und Kosten jeder Aufgabe.
| Eigenschaft | Haiku 4.5 | Sonnet 4.6 | Opus 4.8 |
|---|---|---|---|
| Geschwindigkeit | Am schnellsten | Schnell | Am langsamsten |
| Qualität | Gut für einfache Aufgaben | Stark in fast allem | Am tiefsten und genauesten |
| Context Window | 200K Tokens | 1M Tokens | 1M Tokens |
| Preis / Limits | Günstigste ($1/$5) | Mittel ($3/$15) | Höchster ($5/$25) |
| Extended Thinking | Ja | Ja | Adaptive Thinking |
| Verfügbarkeit | API / Pro / Max | Free / Pro / Max | Pro / Max |
Für reine API-Workloads gibt es seit Juni 2026 zusätzlich das Frontier-Modell Claude Fable 5 ($10/$50 pro Mio. Tokens) – Anthropics leistungsstärkstes breit verfügbares Modell. Für Chat, Desktop und Code bleibt aber alles wie hier beschrieben: Starte mit Sonnet, wechsle bei Bedarf zu Opus. Details im Changelog.
Haiku ist das kleinste und schnellste Modell. Es liefert Antworten in Sekundenbruchteilen und verbraucht am wenigsten von deinem Nachrichtenlimit.
Ideal für:
Nicht ideal für: Kreative Texte, komplexe Analysen oder mehrstufiges Reasoning.
Sonnet ist die beste Wahl für die meisten Aufgaben. Es kombiniert hohe Qualität mit guter Geschwindigkeit und liefert bei Texten, Code, Analysen und kreativen Aufgaben durchweg starke Ergebnisse.
Ideal für:
Faustregel: Wenn du nicht weißt, welches Modell du nehmen sollst, nimm Sonnet.
Opus ist das leistungsstärkste Modell – aktuell Opus 4.8 (Release Mai 2026), das neueste Flaggschiff. Es glänzt bei Aufgaben, die mehrstufiges Nachdenken, feine Nuancen oder tiefe Expertise erfordern, und ist bei langen agentischen Coding-Sessions noch zuverlässiger als Opus 4.7 – mit besserer Compaction-Recovery und seltener übersehenen Tool-Aufrufen. Preis und Context Window (1M Tokens) bleiben unverändert. Dafür ist es langsamer und verbraucht mehr von deinem Limit.
Ideal für:
Alle aktuellen Modelle unterstützen einen internen Denkprozess vor der Antwort – Haiku 4.5 und Sonnet 4.6 als klassisches Extended Thinking, Opus 4.8 als Adaptive Thinking (das Modell entscheidet selbst, wann und wie tief es nachdenkt). Das Ergebnis: deutlich bessere Qualität bei komplexen Aufgaben.
Extended Thinking ist besonders nützlich bei Mathe, Logik, Code-Analyse und Aufgaben, die mehrere Schritte erfordern. Seit Haiku 4.5 beherrschen alle drei Modelle einen solchen Denkprozess.
Du erkennst Extended Thinking daran, dass Claude vor der eigentlichen Antwort einen aufklappbaren Denkblock zeigt. Dieser Block enthält die Überlegungen, die Claude angestellt hat, bevor es geantwortet hat.
Extended Thinking gibt Claude einen internen Denkraum vor der Antwort. Das Modell durchläuft Zwischenschritte, prüft Annahmen und korrigiert sich selbst – bevor du die Antwort siehst. Besonders wirkungsvoll bei Mathe, Logik und Code-Analyse. Du erkennst es am aufklappbaren Denkblock über der Antwort.
Frage dich: Ist die Aufgabe einfach und routiniert (→ Haiku), braucht sie solide Qualität (→ Sonnet), oder ist sie komplex und verlangt tiefes Nachdenken (→ Opus)?
Im Zweifel startest du immer mit Sonnet. Wenn das Ergebnis gut ist, bleibst du dabei. Wenn nicht, wechselst du zu Opus.
Wenn du viele gleichartige Aufgaben hast (z.B. 20 E-Mails kategorisieren), spart Haiku Limit und liefert trotzdem gute Ergebnisse.
Wenn Sonnet bei einer Aufgabe zu oberflächlich bleibt, wechsle zu Opus. Du erkennst es daran, dass die Antwort wichtige Aspekte übersieht oder zu allgemein bleibt.
Einen detaillierten Vergleich findest du unter Haiku vs. Sonnet vs. Opus.
Du willst 200 Support-E-Mails automatisch in die Kategorien 'Beschwerde', 'Anfrage' und 'Feedback' sortieren. Welches Modell ist die beste Wahl?
Opus ist bei einfachen Aufgaben nicht besser als Sonnet – nur langsamer und teurer. Die Kunst ist, das richtige Modell für die richtige Aufgabe zu wählen.
Stelle die gleiche Frage an alle drei Modelle und vergleiche die Ergebnisse:
Frage: “Erkläre die Vor- und Nachteile von Remote Work für ein Unternehmen mit 50 Mitarbeitern. Berücksichtige Produktivität, Kultur und Kosten.”
Notiere dir die Unterschiede. Das hilft dir, ein Gefühl für die Stärken jedes Modells zu entwickeln.
Du weißt jetzt, welches Modell wofür geeignet ist. Als Nächstes lernst du, wie du Custom Instructions schreibst – damit Claude in jedem Gespräch automatisch deinen Regeln folgt.
Wissen testen, Entscheidungen trainieren oder den nächsten Guide starten.