Befehle, Flags und Einstellungen — alles, was du für den produktiven Alltag mit Claude Code brauchst.
Claude Code ist ein CLI-Tool — du steuerst es komplett über das Terminal. Neben dem interaktiven Modus gibt es Flags, In-Session-Befehle und Konfigurationsdateien, die deinen Workflow deutlich produktiver machen. Dieser Guide zeigt dir alles, was du über die Basics hinaus wissen musst.
Für Entwickler, die Claude Code bereits kennen und effizienter damit arbeiten wollen. Wenn du weißt, wie du Claude Code startest und eine Aufgabe stellst, bist du bereit für die Befehle, Flags und Einstellungen in diesem Guide.
Es gibt drei Wege, Claude Code zu starten — je nachdem, was du vorhast:
| Befehl | Was passiert |
|---|---|
claude | Startet eine interaktive Session im aktuellen Verzeichnis |
claude "Finde alle TODO-Kommentare" | Startet eine Session mit einer initialen Aufgabe |
claude -p "Wie viele TypeScript-Dateien gibt es?" | Print Mode — beantwortet die Frage und beendet sich |
Der Print Mode (-p) ist besonders nützlich für Scripting: Claude gibt die Antwort aus und beendet sich sofort, ohne auf weitere Eingaben zu warten.
| Flag | Funktion | Beispiel |
|---|---|---|
--model | Modell wählen | claude --model opus |
--allowedTools | Erlaubte Tools einschränken | claude --allowedTools "Read,Grep,Glob" |
--verbose | Detaillierte Ausgabe | claude --verbose |
-p | Print Mode (nicht-interaktiv) | claude -p "Zähle die Zeilen in src/" |
--output-format | Ausgabeformat (text, json, stream-json) | claude -p --output-format json "..." |
--max-turns | Maximale Anzahl Durchläufe | claude -p --max-turns 3 "..." |
Die Flags --output-format und --max-turns sind besonders nützlich im Print Mode für Automatisierungen. Im interaktiven Modus brauchst du sie selten.
Innerhalb einer laufenden Claude Code Session stehen dir Befehle zur Verfügung, die mit / beginnen:
| Befehl | Funktion |
|---|---|
/help | Zeigt alle verfügbaren Befehle |
/compact | Komprimiert den bisherigen Kontext (spart Token) |
/clear | Löscht den gesamten Kontext und startet die Session neu |
/cost | Zeigt die bisher verbrauchten Token und Kosten |
/model | Wechselt das Modell innerhalb der Session |
| Shift+Tab | Wechselt zwischen normalem Modus und Plan Mode |
| Escape | Bricht die aktuelle Aktion ab |
Du willst Claude Code in einer CI/CD-Pipeline nutzen, um automatisch PR-Beschreibungen zu generieren. Welchen Modus verwendest du?
Erstelle im Projekt-Root eine CLAUDE.md mit Tech-Stack, Build-Befehlen, Verzeichnisstruktur und Coding-Regeln. Claude Code liest sie automatisch beim Start.
Erstelle .claude/settings.json im Projekt-Root. Hier definierst du Permissions, erlaubte Tools und projektspezifische Einstellungen.
Lege fest, welche Tools Claude Code ohne Rückfrage nutzen darf. Beispiel: Dateien lesen und Grep immer erlauben, Dateien schreiben nur nach Bestätigung.
Starte Claude Code im Projekt und stelle eine Aufgabe, die mehrere Tools nutzt. Prüfe, ob die Permissions greifen und Claude Code die CLAUDE.md korrekt liest.
Claude Code fragt bei jeder Aktion um Erlaubnis, bevor es Dateien ändert, Befehle ausführt oder Tools nutzt. Das ist sicher, kann aber bei häufigen Aktionen nerven.
Du kannst Permissions auf drei Ebenen konfigurieren:
settings.json konfiguriert, gilt immerClaude Code arbeitet mit einem abgestuften Permission-System. Lesende Aktionen (Dateien lesen, Suchen, Analyse) sind in der Regel erlaubt. Schreibende Aktionen (Dateien ändern, Befehle ausführen) erfordern Bestätigung. In der settings.json kannst du festlegen, welche Tools dauerhaft erlaubt sind. Das spart Klicks, ohne die Sicherheit aufzugeben. Faustregel: Lesetools immer erlauben, Schreibtools nur für vertrauenswürdige Projekte.
Beispiel settings.json:
{
"permissions": {
"allow": [
"Read",
"Grep",
"Glob",
"Bash(npm test)",
"Bash(npm run lint)"
]
}
}
Diese Konfiguration erlaubt Claude Code, Dateien zu lesen, zu suchen und npm test bzw. npm run lint auszuführen — ohne jedes Mal zu fragen.
Claude Code hat ein begrenztes Kontextfenster. Bei großen Codebases kann es passieren, dass der Kontext voll wird. So gehst du damit um:
/compact nutzen: Komprimiert den bisherigen Verlauf in eine Zusammenfassung. Du verlierst Details, behältst aber den roten Faden./clear bei Themenwechsel: Wenn du eine komplett neue Aufgabe startest, ist ein frischer Kontext oft besser als ein komprimierter.Mit dem Print Mode (-p) kannst du Claude Code in Scripts und CI/CD-Pipelines einbinden:
# Einfache Frage, Textausgabe
claude -p "Gibt es Security-Probleme in src/auth.ts?"
# JSON-Ausgabe für Weiterverarbeitung
claude -p --output-format json "Liste alle exportierten Funktionen in src/utils/"
# Mit Pipe: Dateiinhalt als Input
cat error.log | claude -p "Was ist die Ursache dieses Fehlers?"
# Maximale Durchläufe begrenzen
claude -p --max-turns 5 "Finde und fixe den Bug in src/parser.ts"
Im Print Mode arbeitet Claude Code nicht-interaktiv: keine Rückfragen, keine Permission-Dialoge. Stelle sicher, dass die nötigen Permissions in der settings.json konfiguriert sind.
Claude Code speichert den Verlauf jeder Session. Das ist nützlich, wenn du eine Aufgabe unterbrechen und später fortsetzen willst:
claude --continue — Setzt die letzte Session fortclaude --resume — Zeigt eine Liste bisheriger Sessions zur AuswahlSo kannst du am Ende des Arbeitstags eine Session beenden und am nächsten Morgen genau dort weitermachen.
Fünf Minuten Konfiguration am Anfang spart Stunden an Rückfragen und Fehlern. Ein gut konfiguriertes Projekt macht Claude Code sofort produktiv.
/compact oder starte eine neue Session.Konfiguriere Claude Code für ein bestehendes Projekt:
.claude/settings.json mit mindestens zwei erlaubten Tools:
{
"permissions": {
"allow": ["Read", "Grep", "Glob"]
}
}
/cost, um zu sehen, wie viel Kontext die Analyse verbraucht hat/compact und prüfe, wie sich der Kontext-Verbrauch danach verändertDu kennst jetzt die wichtigsten Befehle, Flags und Konfigurationsmöglichkeiten von Claude Code. Als Nächstes lernst du, wie du eine CLAUDE.md schreibst — die Datei, die Claude Code über dein Projekt informiert und den produktiven Alltag möglich macht.
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